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Elisabeth Heller

see you * . Exhibition Thu Dec 13th 2007 - Sat Feb 2nd 2008

 

In her Solo exhibition Elisabeth Heller shows paintings from her latest work period. Large scale and smaller pieces in Heller's unique style invited us to linger and gaze in amazement.  see you - see me - see !

 

Berühr mich - Ueber die privatmythologischen Archive von Elisabeth Heller.

Ein Text von Dorothea Strauss: Elisabeth Heller ist ein Bilderjunkie. Bilder sind ihre Droge. Sie findet sie überall: in Zeitungen, Magazinen, Wurfsendungen, als Postkarte oder Plakate. Dann schneidet sie einzelne Bilder aus, verteilt sie auf Bilderberge, klebt sie in leere Notizbücher oder archiviert sie in Zettelkästen.
So schafft sie scheinbar Ordnung. Scheinbar deshalb, denn Elisabeth Heller löst die Bilder zwar aus ihren jeweiligen Kontexten heraus, doch werden diese sogleich wieder in neue überführt: Heller inszeniert in ihren Büchern collageartige Erzählstrukturen, deren Ordnungssysteme letztendlich verschlüsselt erscheinen.
Doch haben diese privatmythologischen Methoden einen konkreten Hintergrund. Die verschiedenen Archive dienen Elisabeth Heller dazu, ihre Malerei zu entwickeln. Einzelne Bilder oder Sinnzusammenhänge bleiben ihr im Gedächtnis hafte und lösen einen neuen bildwerdenden Prozess aus; die Künstlerin integriert in ihre Gemälde einzelne Fragmente aus den Büchern und entwickelt sie malerisch weiter.
Somit bilden die Archive einerseits eine wichtige Basis ihrer malerischen Oberflächen, andererseits sind sie Ausdruck eines genuinen Interesses an Oberflächen und ornamenthaften Strukturen. Die glanzvoll und attraktive Aussensicht unserer bunten Welt, wie sich Welt und somit auch Alltag inszeniert, präsentiert und verschiedenen Inhalte repräsentiert, steht im Zentrum ihrer Auswahlkriterien (....)
Ihr Hauptinteresse ist es, Bilder und ihre Potentiale zu verarbeiten, um sie als Spielball der Fantasie zur Orientierung durch verschiedene Formen der Wirklichkeit zu nutzen. Der jeweils fehlende und ursprüngliche Kontext ihrer Fundstücke aus Werbung, Fashion, Politik, etc., ist als Erinnerungsraum immer noch anwesend. Er ist ein komplexer Orientierungsraum, indem die jeweiligen Bilder in ein sowohl gesellschaftliches wie auch persönliches und somit verbindliches Terrain ausgedehnt werden. (...)

Katalog Elisabeth Heller: Prinz Eisenherz