Kassandra Becker . Pop Madonna  2010

Alabastergips Acryl  H50 B16 T9 cm

Alexander Krause

Kassandra Becker . Kleine Schläferin  2010

modellierte Frauenfigur Epoxidharz  H41 B23 T50 cm

up down

Kassandra Becker . Alexander Krause

ICHKAEMMEDICH . Exhibition Thu Febr 18th - Sat March 20th 2010

 

Aus ihrer Verehrung für Auguste Rodin macht die Künstlerin Kassandra Becker kein Geheimnis. Und wer sich vorgenommen hat das Paradies zu erobern, dem sei auch eine Portion Anbetung erlaubt. Ähnlich wie Rodin nutzt Kassandra Becker nicht nur die Bewegung des menschlichen Körpers unabhängig von anatomischen Vorgaben, sondern sie arbeitet im Montageverfahren, in dem sie ihre Figuren mehrfach verwendet, sie fragmentiert, variiert und in neue Kontexte stellt. (...) Harmonische Vereinigung und Selbstvergessenheit bilden einen zentralen Aspekt im Werk von Kassandra Becker. Angesprochen ist dabei auch die Aufhebung von Gegensätzen im Dialog der Geschlechter. Am Boden liegt ein schwarzes Figurenpaar. Beine und Arme so eng verschlungen, dass die beiden Körper zu einem vielgliedrigen Leib verknotet sind. Die Grenze zwischen Mensch und Fabeltier zerfließt wie Figur und Grund, wie Ornament und Motiv, wie unser Bewusstsein in der Übergangsphase zwischen Wachen und Schlafen. (...)

Dr. Jessica Beebone

 

Doppelsinnige Worte, die polemisch oder proklamierend klingen können. Trotz der schnörkellosen Schrift und nüchternen Deutlichkeit suggerieren die Texte von Alexander Krause eine poetische bisweilen zarte, melancholische Stimmung. Am Ort ihrer Präsentation entwickeln die Arbeiten ein mehrstimmiges Beziehungsgeflecht. Das Verhältnis zum konkreten Ort, seinen sozialen und kommunikativen Funktionen, entscheidet. Es ergeben sich narrative Bezüge, frei assoziierbare Geschichten, die häufig um Körperlichkeit kreisen, von Moral, von Begierden, Ängsten und Träumen des Menschen handeln. Emotionen so unberechenbar wie Worte, die nicht nur einem etymologischen Prozess unterworfen sind, sondern sich im Moment ihrer Aussprache bereits verformen können und selten so verstanden werden wie wir sie wirklich gemeint haben.