o.T.  2013

Acryl auf Leinwand 70 x 50 cm

o.T.  2013

Acryl auf Leinwand 70 x 50 cm

o.T.  2013

Acryl auf Leinwand 80 x 60 cm

o.T.  2013

Acryl auf Leinwand 105 x 65 cm

o.T.  2014

Acryl auf Leinwand 40 x 60 cm

o.T.  2013

Acryl auf Leinwand 105 x 65 cm

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Ausstellung  trojakomplex  vom 26. märz - 3. mai  2014

 

M A T T H I A S   A E B E R L I

   

VERNISSAGE  .  mi 26. märz 2014  18 - 20

ARTIST TALK  .  mi 9. april 2014  18:30

FINISSAGE  .  sa 3. mai 2014  13 - 16

 

 

  

trojakomplex . Einige Eigenschaften, welche das trojanische Pferd beschreiben:

Es ist künstlich
Es ist enigmatisch
Seine Existenz verunsichert die Umgebung
Es täuscht: seine Aussenform entspricht nicht der Absicht seiner Bestimmung

 
Dieser Mythos handelt vom Raum, vom Eingeschlossensein auf unbestimmte Zeit, die geschlossenen Struktur ist beweglich, das Pferd ist auf Rädern oder Rollen und kann somit bewegt werden.
Seine Statik, seine Passivität ist instabil, sie kann jederzeit umschlagen.
Anhand all dieser Eigenschaften bietet es sich zur Bearbeitung an als auch heute noch interessanter Mythos: man kann die Gegenwart über den Einbezug von Vergangenheit zuweilen besser verstehen.
Kunst operiert mit ähnlichen Strategien, sie braucht die Distanz des Betrachters um sich dann zu wandeln in eine vorher nicht dagewesene Energie. Die Verwendung von Bildern, welche Verhältnisse klärt, kann die sprachliche transzendieren, diese erweitern.
Mit dem unbeweglichen Pferd wird ein neues, ein statisches Bild in ein dynamisches Bild, die Kriegshandlung, eingebracht. Einmal mehr dient ein Tier, bzw. das Abbild eines Tieres als Hülle, als Verschleierung für menschliche Machtinteressen. Auch hier geht es um das wechselseitige Verhältnis von Tieren und Menschen, von den Ursprungsmythen, wo ein weniger hierarchisches Verhältnis zumindest überliefert, gewünscht, erzwungen wurde bis zu heute wo Tiere, wenn sie nicht rationalisierbar sind, also der kapitalistischen Warenlogik entsprechen, also gefressen werden, entweder aussterben oder dann, vermutlich als Verdrängungsmetapher, als Kuschelwesen eine Ausnahme in der Regel bilden. Matthias Aeberli