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Elisabeth Heller . Beatrice Steudler

to intimate .  Ausstellung Do 8. April - Sa 8. Mai 2010

 

ELISABETH HELLER lässt in barocker Üppigkeit die Farbe spielen. Mal ist diese präzise aufgetragen, dann wiederum hinterlässt der Schwung des Pinsels pastose Strukturverläufe. Fast immer rückt sie eine Figur, Blume oder Tier in die Bildkomposition. Die Künstlerin schöpft aus einer schier unendlichen Fülle von gesammeltem Bildmaterial, Karten, Seiten aus Druckmedien, Büchern und Musterkollektionen. Diese stapeln sich in ihrem Atelier oder treiben in losen Bündeln ihr Unwesen, sind ihr Quell und Inspiration. Ausschnitte werden übermalt und überzeichnet, neu Szene gesetzt und bilden thematische Zusammenhänge, die sich wiederum verdichten, um in frisch erschaffener Bildmotivkraft zu erstrahlen.
Welchen Bildträger Elisabeth Heller auch wählt, immer geht sie stark von Stimmungen und Befindlichkeiten aus. Es entstehen Werke mit Sinnlichkeit und Sogkraft. 

Sylvia von Niederhäusern.

(...)  Denn Elisabeth Heller balanciert nicht nur mit Bildern und ihren jeweiligen meta-phorischen Bezügen, sondern auch mit möglichen Umgangsformen, um auf diese zu reagieren. Ihr Hauptinteresse ist es, Bilder und ihre Potentiale zu verarbeiten, um sie als Spielball der Fantasie durch verschiedene Formen der Wirklichkeit zu nutzen. (...)

Dorothea Strauss


BEATRICE STEUDLER zeigt erstmals Arbeiten, die ungewohnt sind, kennen wir sie doch vor allem als Malerin. Nun erfahren wir, wie sie das Element Fotografie, aus eigentlichen Videostills herausarbeitet, diese zu einer neuen Werkgruppe zusammenstellt und in adäquate Rahmen setzt. Kleiderpapierhüllen sind zu erkennen. Sie stehen im Raum, als hätte eben noch jemand darin gewohnt. Dazu gesellen sich die Skulpturen aus Ton, kleine Büsten, die mit leiser und gleichwohl grosser Gestik eine raumgreifende Präsenz entwickeln. 

Sylvia von Niederhäusern.  

 ...Unter dem Stichwort der Transformation kann auf das plastische Werk der Künstlerin verwiesen werden. Seit etwa zehn Jahren tauchen immer wieder in Schüben kleinformatige Skulpturen auf. Die Künstlerin betreibt die Plastik nicht wie eine Bildhauerin, sondern wie eine Malerin. Beatrice Steudler behandelt in der Plastik den Raum gleichwertig wie die Figur, gemäss ihrer Malerei, in der die Zwischenräume die Figur definieren. (...)

Barbara Zürcher