Matthias Aeberli

Ohne Titel  2012

Acryl auf Leinwand  40 x 30 cm

Roland Faesser

Trallalla   2012

Acrystal, Kunststoff, Acryl   110 x 100 und 130 cm hoch

Tarek Abu Hageb

Frame the First   2009
Oelkreide auf Baumwolle und Holz   65 x 45 cm

Matthias Aeberli

Ohne Titel   2012

Acryl auf Leinwand   60 x 50 cm

Roland Faesser

Big Balls   2012

Polyresin, Epoxylaminat, Acryl   40 x 40 und 180 cm hoch

Tarek Abu Hageb

Hangover   2012

Stoff und Holz   72 x 76 cm

Matthias Aeberli

Ohne Titel  2012
Acryl auf Leinwand  80 x 60 cm

Roland Faesser

Heads or Tails  2012 

Epoxylaminat, Acryl, Chromstahl   50 x 80 und 160 cm hoch

Tarek Abu Hageb

And then you are gone   2012

Sprayfarbe, Leinen   40 x 50 cm

up down

THINK TANK TONKY    .    Grossformatiges frisch auf die Leinwand gepinselt von Matthias Aeberli . Schräg Verlockendes in XXlarge von Tarek Abu Hageb . Sie docken an bei den neusten Skulpturen von Roland Faesser oder ist es gerade andersrum? Ein verrückt, verspielt versponnenes Dreigespann. Die Ausstellung mit subversiv kursivem Charakter. Grrrr mit trallalla, klick und holy ghost. Mich laust der Affe, derweil quakt die Ente, bevor sie vom räudigen Lupo verschlungen wird. Der Wolf seinerseits wird von Peter gefangen und in den Paradiesgarten gebracht, wo ihn little Eve mit ihren frischen Äpfeln füttert. Hat’s bei dir gepiept? Schlängle dich nicht davon, sondern flüstere mir in die fröhlich unrasierte Achselhöhe. Die Ohren wabbeln über dem Waschbrettbauch, der sich kaum halten kann und seine giftgrünen Blinkzeichen aussendet bis der Zwerg vibriert. Sind sie nicht schön anzusehen tollkühn putzig, ein bisschen bissig und doch so wehrlos? Streicheln mit prallen Wimpern ist erlaubt.

  

Tarek Abu Hageb  .  Die Bedeutung des Rahmens und seiner Funktion begleitet mich schon lange. Ich bewege mich zwischen Malerei und Objekt und verlasse den regulären Bildträger und dessen Begrenzung.
Ich bekämpfe meine üblichen Verdächtigen und untersuche die Gewohnheiten. Was, wenn der Träger seinen Rahmen verlässt?

 

Roland Faesser  .  One Second Sculptures : Die neuen Skulpturen von Roland Faesser könnte man auch als manipulierte objets trouvés bezeichnen. Scheinbar zufällige Formen und Konstellationen, werden durch unterschiedliche Akteure auf den Sockel gehoben und so ihrem vertrauten Umfeld entrissen. Mit diesen überraschenden Kabinettstücken werden suggestive Figurationen isoliert und zu neuen Wesen vereint. Charmante Aliens, die ihren Ursprung nicht verleugnen um sich alsgleich wieder zu verwandeln. Diese fluktuierenden Mutationen sind Zeugnis von sich überbietenden Selbstdarstellungen und Inszenierungen, die nonchalant die Konventionen brechen und so der imaginären Realität mehr Raum verschaffen.

 

Matthias Aeberli  .  Für mich kommt Kunst von künstlich und bedient sich einer virtuellen Realität und ist immer auch ein Versuch einer Gegendarstellung. Gegen das was uns als so genannte harte Fakten umgibt. Somit ist sie auch eine Manifestation des Mangels, des Nichtgenügens am Status Quo, denn wenn alles okay wäre, weshalb würden wir dann immerzu neue Bilder brauchen? Immer wieder Bilder herzustellen beinhaltet eine intensive Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Verhältnissen, sie kann weit weg von diesen führen, ohne die Ausgangslage zu verleugnen. Malerei als Spezialfall in der Kunst ist eines der ältesten Medien und ist trotz allem sehr beweglich geblieben, die Zweidimensionalität ist erstaunlicherweise in der Lage sehr komplexe räumliche Verhältnisse abzubilden. Künstlich eben.
Bref, wir brauchen immer wieder neue, andere Bilder um die alten schon vorhandenen Bilder, Vorstellungen und Einstellungen einordnen und schätzen zu können.