Jan Czerwinski . Sankt Vitus . 2014 . Oel auf Leinwand . 120 x 200 cm

 

  

Jan Czerwinski . Bordunstein.  2015 . Oel auf Leinwand  .  120 x 144 cm

 

  

Jan Czerwinski . Apokalyptisches Ross . 2015 . Oel auf Leinwand . 60 x 75 cm

 

   

Das neue Buch : Jan Czerwinski Malerei . 96 Seiten . 61 Farb-Abbildungen . 24 × 34 cm . Verlag Scherrer Communication Zürich . ISBN 978-3-033-05549-0 . CHF 38.00 . Das Buch ist in der Galerie erhältlich.

Jan Czerwinski . Titanin . 2014 . Oel auf Leinwand . 180 x 300 cm

 

  

Jan Czerwinski . Gakkos Monds . 2013 . Oel auf Leinwand . 19 x 29 cm

 

  

Jan Czerwinski . Verenenhag . 2015 . Oel auf Leinwand . 120 x 144 cm

 

  

Jan Czerwinski . Rabenlandsschaft . 2014 . Oel auf Leinwand . 90 x 108 cm

 

  

Jan Czerwinski . Landschaftsstudie . 2013 . Oel auf Leinwand / Holz . 19 x 29 cm

 

  

up down

AUSSTELLUNG  orbita  . 9 november - 10 dezember 2016

 

JAN CZERWINSKI

 

final curtain  -  mitart gallery basel

mit über 50 bedeutsamen ausstellungen und einer 10-jährigen galerientätigkeit

schliessen wir im jahr 2017 die galerie. Die mitart gallery bedankt sich für die vielen wunderbaren Begegnungen und inspirierenden gespräche und sagt

good bye - auf wiedersehen - ciao - arriverderci - lehitraot - au revoir 

with best whishes and warm regards . sylvia von niederhäusern

 

 

 

„... im Schädel entsteht und vergeht alles genau wie im Weltall - Kometen, Epochen, alles wird und vergeht in seinen Vorstellungen“ (Kasimir Malewitsch)

Mein Interesse gilt besonders den Dingen, die am Rande unserer Erfahrbarkeit stehen, die sich an den Rändern unserer Welt befinden oder eine Art Symbol für ebendies sind. So beschäftige ich mich mit seit Jahren mit Schädeln, schon lange mit Monden und seit kurzem mit  dem Begriff des Observatoriums.

Das Observatorium, auf Bergrücken zwischen Erde und Himmel, erweitert unseren Blick auf die äusseren Welten. Der Blick durch die Teleskope ist ein Blick ins Jenseitige, jenseitig im Sinn unsereres persönlichen Wahrnehmungsvermögens. So wie der Blick ins äussere Kosmos ist die Innenschau in das  eigene Universum im Kopf auch immer ein Blick ins Dunkle. Je länger ich aber hineinschaue, desto mehr sehe ich. Malerei ist für mich eine Art Observatorium für Innenwelten, sie ermöglicht mir besondere eigene Beobachtungen für andere betrachtbar zu machen.

Der Schädelknochen ist der Rand, an dem das äussere und das innere Erleben aufeinandertreffen. Der Schädel ist das Zeichen für den Übergang Leben-Tod schlechthin, den Rand über den wir nicht hinwegsehen können, der aber genau deshalb so viel Projektionsfläche für Wünsche und Ängste bietet*. Schädel sind still, Malerei ist eine stille Tätigkeit, deshalb ziehen sie mich in ihren Bann. Meine Bilder sollen ja auch nicht geschwätzig sein, kein plakatives Grausen, entsetztes Aufschreien auslösen. Sie sollen eher sein, wie einen tiefes, kaum hörbares Grollen. Unheimlich-schöne Basstöne, sozusagen**. Schädel stehen für das Ende der uns erfassbaren Zeit, stehen für die totale Verlangsamung, nicht für hektische Geschäftigkeit (auch das eine Analogie zur Malerei in ihrem Verhältnis zur Medienbilderflut).
Mit den Monden und Asteroiden verhält es sich ähnlich. Sie sind vordergründig nicht attraktiv, sie sind unbelebt, verändern sich deshalb weniger als ein belebter Planet. Sie ziehen stoisch ihre Bahn, warten auf einen Meteoriten, der sie alle 10 000 Jahre trifft, um ihr Aussehen neu zu formen. Prächtige Krater, Risse und Gebirge entstehen. Über die Ähnlichkeiten der Oberflächen von Monden und Schädeln habe ich schon ausführliche Arbeiten gemacht. (...)

© Jan Czerwinski

 

Das neue Buch : Malerei . Jan Czerwinski (1966) nimmt mit seiner Auseinandersetzung über Vergänglichkeit und Zeit eine besondere Position in der Schweizer Kunstszene ein. Die Publikation nähert sich dem Werk des Künstlers aus ganz verschiedenen Positionen; mit zwei Abhandlungen, grossen Werk-Abbildungen und einem Interview, welche die Gedankenwelt des Künstlers vermittelt
Mit Texten von Dr. Dominique von Burg, Dr. Harald Kimpel und einem Interview von Valérie Arato Salzer.  96 Seiten, 61 Farb-Abbildungen, 24 × 34 cm, Fadenheftung, Verlag Scherrer Communication, Zürich, Gestaltung Bruno Caderas, ISBN: 978-3-033-05549-0, CHF 38.–/ EUR 35.–. Das Buch ist in der Galerie erhältlich.
Die Produktion des Buches wurde durch die grosszügige Unterstützung des Kantons Zürich (Fachstelle Kultur), der Stadt Uster und zahlreicher privater Unterstützer/innen ermöglicht.