'everything seems ordinary'  Mixedmedia Installation mitart gallery Basel 2008

Treppenvolumen   H 320  B 600  L 1200 . MDF roh . Dispersion

Video   4 synchrone DVDs . 7'' . loop . s/w . musik . PAL . 4:3

Foto © Eik Frenzel

'everything seems ordinary'  Mixedmedia Installation mitart gallery Basel 2008

Treppenvolumen   H 320  B 600  L 1200 . MDF roh . Dispersion

Video   4 synchrone DVDs . 7'' . loop . s/w . musik . PAL . 4:3

Foto © Eik Frenzel

'everything seems ordinary'  Mixedmedia Installation mitart gallery Basel 2008

Treppenvolumen   H 320  B 600  L 1200 . MDF roh . Dispersion

Video   4 synchrone DVDs . 7'' . loop . s/w . musik . PAL . 4:3

Foto © Eik Frenzel

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'everything seems ordinary'  Mixedmedia Installation mitart gallery Basel 2008

Treppenvolumen   H 320  B 600  L 1200 . MDF roh . Dispersion

Video   4 synchrone DVDs . 7'' . loop . s/w . musik . PAL . 4:3

Videosequenz

'everything seems ordinary'  Mixedmedia Installation mitart gallery Basel 2008

Treppenvolumen   H 320  B 600  L 1200 . MDF roh . Dispersion

Video   4 synchrone DVDs . 7'' . loop . s/w . musik . PAL . 4:3

Studie am Modell

up down

Florine Leoni

everything seems ordinary . Ausstellung Do 11. Dez – Sa 17. Jan 2009

 

Florine Leoni zeigt ihre Mixedmedia Installation everything seems ordinary

 

mit grosszügiger Unterstützung von    .     Kronospan Schweiz AG    .    tweaklab    .    Futurum Stiftung    .    GGG Gesellschaft für das Gute und Gemeinnützige Basel    .    Isler Farben    .

  

Wer eine Galerie betritt, die zeitgenössische Kunst ausstellt, mag auf Einiges gefasst sein. Dennoch ist es selten, dass einem ein Werk mit einer solchen Wucht entgegen-

tritt wie Florine Leonis Mixedmedia Installation everything seems ordinary. Das riesige, sich über den ganzen Galerieraum erstreckende Wendeltreppenelement vermag sogar den routinierten Ausstellungsgänger zu erstaunen. Jeglichem funktionalen Kontext entrissen, liegt es ruhig da und scheint sich über die irritierten Blicke zu freuen. Ergänzt wird dieses bombastische Objekt durch vier Flachbildschirme, auf denen jeweils die gleichen vier Menschen zu sehen sind, ein Lied singend.
Schritt für Schritt -  gleichsam tastend - beginnt man dem Rätsel dieser Installation allmählich auf die Spur zu kommen. Zuerst merkt man, dass auf jedem Bildschirm ein anderer der vier Sänger singt. Alle singen dasselbe Lied gleichzeitig, aber nicht synchron, sondern zeitlich versetzt. Ein Kanon also, dessen Komponenten sich erst im Raum zu einem Ganzen zusammenfügen und der – so erläutert die Künstlerin - speziell für diese Arbeit von Raphael Strauss komponiert wurde. Hört man genauer hin, fällt einen auf, dass der Liedtext von einer Treppe handelt, genauer gesagt von einer Stufe dieser Treppe, die sich exakt in der Mitte der gesamten Treppe befindet: „Halfway down the stairs is a stair where I sit.“ Ein Blick genügt zur Bestätigung des Geahnten: auch unser Treppenelement besitzt eine solche Stufe, auf der man sich im Niemandsland zwischen oben und unten befindet „Isn’t up and isn’t down, it’s sowhere else instead!“.
Mit everything seems ordinary ist es Florine Leoni einmal mehr gelungen, das Statische des skulpturalen Elements mit der Dynamik des Mediums Video intelligent zu kombinieren, ja in Einklang zu bringen. Das rätselhaft anmutende Video bezieht sich nicht nur hinsichtlich des Liedtextes auf das Treppenelement, die subtilen Verknüpfungen gehen viel weiter. Der monotone, immer wieder kehrende Kanon zum Beispiel führt dazu, dass man automatisch beginnt, das Wendeltreppenelement räumlich weiter zu denken. Wer sich auf die Arbeit einlässt, wird noch manch andere Verbindungslinien, aber auch Ambivalenzen entdecken. So ist man sich beispielsweise nie sicher, ob die Melancholie der Sänger und in gewisser Hinsicht auch des einsamen Treppenelements echt oder ironisch, oder gar selbstironisch ob der Melancholie gemeint ist. Vielleicht auch „somewhere else instead“?

Vernissage Werkseinführung durch © Irène Buffat . Kunsthistorikerin

  

Halfway down the stairs
Is a stair
Where I sit.
There isn‘t any
Other stair
Quite like
It.
I‘m not at the bottom,
I‘m not at the top;
So this is the stair
Where
I always
Stop.

Halfway up the stairs
Isn‘t up,
And isn‘t down.
It isn‘t in the nursery,
It isn‘t in the town.
And all sorts of funny thoughts
Run round my head:
«It isn‘t really
Anywhere!
It‘s somewhere else
Instead!»
 
by Alan Alexander Milne