Guy C. Corriero . Untitled  2010
Oil on Gesso on Board  30 x 27 cm

Guy C. Corriero . Beech St  2009
Oil on Gesso on Board  32 x 29 cm

Thomas Ritz . Ohne Titel (radiance 3)  2009/2010

Pigment, Acrylharz auf Holz  40 x 40 cm

Thomas Ritz . Ohne Titel (radiance 4)  2009/2010

Pigment, Acrylharz auf Holz  40 x 40 cm

Thomas Ritz . Ohne Titel (radiance 1)  2009/2010

Pigment, Acrylharz auf Holz  40 x 40 cm

Thomas Ritz . Ohne Titel (blind spot)  2009/2010

Pigment, Acrylharz auf Holz  30 x 40 cm

Guy C. Corriero . Ohne Titel  2007
Oel auf Gesso auf Büttenpapier  58 x 76 cm

Guy C. Corriero . Ohne Titel  2008
Oel auf Gesso auf Büttenpapier  58 x 76 cm

up down

Thomas Ritz . Guy C. Corriero

blue apricots . Ausstellung Do 14.4. - Sa 18.6.2011

 

Blaue Aprikosen?  Warum die Aprikose nicht blau denken? Die Aprikose wurde lange Zeit für ein Aphrodisiakum gehalten. Aphrodisiaka  steigern die Libido. Die Blütezeit der Aprikose reicht von März bis April. Aprikosenkerne enthalten Blausäure, Blausäure belebt unseren Geist. Blau schützt Weiss vor der Unschuld. Blau hat meist Schwarz im Schlepptau. Zuviel Blau geschaut? Es sind blaue Aprikosen, die einen ‚link’ zu den Werkgruppen und zum Schaffen der beiden Künstler setzen.

Im 2009 hatte Thomas Ritz bei mitart eine Einzelausstellung. Inzwischen besitzt der Farbforscher und alchemistische Pigmentmischer Ritz noch ganz andere, für uns unbekannte Träger für seine phantasievollen Malgeschichten. Es sind industriell gefertigte Alubleche, die ihm als Malgrund dienen. Bleche so fein und flach, dass sie bei flüchtiger Betrachtung auch als Papierarbeit gehalten werden können. Vor allem, wenn man sie hinter Glas zeigt. Thomas Ritz findet nicht zum ersten Mal spezielle Bildträger, die uns in Staunen versetzen. Gleichzeitig bleibt er auch seiner klassischen Oel- auf Leinwandmalerei treu. Bildmotive in verdichteter Bildsprache zeigen Figuren, die scheinbar aus dem Dickicht hervorkommen. Es sind Bruchstücke, Teile von Gerätschaften und Körpern die von Geäst und Amorphem umschlungen oder gehalten werden. Meist setzt Ritz die Farbe sehr verhalten ein. Ein schwarzes Etwas gibt sein Blau erst beim Verweilen preis. Solche Bilder wollen Stimmungen erzeugen und lassen uns in fabelhafte Geschichtenwelten eintauchen.

Guy C. Corriero’s Arbeiten habe ich in Basel bei einem Sammler zum ersten Mal entdeckt. Es dauerte nicht lange, bis ich dem Künstler in New York persönlich begegnete. Unschwer zu erkennen, dass ich von dieser Stadt und den Künstlerinnen, die sie hervorbringt angetan bin. Eine Brise Brooklyn Luft, verbunden mit der Anreise zu Corriero’s Atelier, untergebracht in einem alten Fabrikgebäude, erhöhen die Neugierde auf sein Kunstschaffen. Im Studio angekommen beginnt Guy Corriero sogleich zu hantieren, er schneidet Bildformate zu. Dann rührt er den mit Zauber umwobenen rabbit glue an und mischt Pigmente hinein. Das Spezielle an Corriero’s Oelbildern ist, dass er diese gleich mit einem Rahmen anfertigt und sich ein Effekt spontaner ‚trashiger’ Leichtigkeit einstellt. Fast monochrom gehalten, doch nur fast, denn das Auge kann Farbkleckse im Malgrund, Pinsel-  und Farbverläufe ausmachen. Auch Guy bedient sich unterschiedlicher Bildträger. Die Arbeiten auf Papier sind in ihrer Wirkung ebenso lebendig wie impulsiv. Einige erhalten durch Rasterungen eine Struktur, werden scheinbar gezähmt, nur um mit ungestümer Wildheit noch direkter auf uns einzuwirken.

© Sylvia von Niederhäusern

 
 

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