

Ceci n'est pas un Koons 2007
mixed media 70 x 60 x 130


not in the wildest dreams 2008
mixed media 70 x 120 x120


doll dolly dolls 2006
Polyresin, Epoxy, Acryl 95 x 100 x 70


piggyback 2006
Polyresin, Epoxy, Acryl 100 x 95 x 90


fishing clouds 2006
mixed media 70 x 100 x 130


kleinkariert 2005
mixed media 110 x 80 x 150


Fell über die Ohren gezogen 2007
Polyresin, Epoxy, Kunstfell 130 x 10 x 170

house-shearing 1999
mixed media 110 x 30 x 30


hula hoop 1999 Sammlung Hauser & Wirth
mixed media 130 x 70 x 110


our-deer-home / Geweihtes Haus, edition of 100, 1999
mixed media 40 x 30 x 60


rambo 1999
mixed media 80 x 30 x 80

table runner / Tischläufer 1987 Sammlung Bank Julius Baer
mixed media 180 x 60 x 80
Roland Faesser zeigt seine neueste Skulptur in der Ausstellung PEEKABOO vom 14. Dezember 2011 bis zum 4. Februar 2012
friendly outgrowth . Einzelausstellung vom 28. Aug. - 27.Sept. 2008
Geboren in Lima / Peru
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Architekturstudium, Winterthur und Zürich
Assistent für Bildnerisches Gestalten, Lehrst. Prof. P. Jenny, Arch.abt. ETH-Zürich
Werkstipendium Steo-Stiftung Zürich
Lehraufträge an der Schule für Gestaltung und F+F, Kunstschule Zürich
Entwurfsassistent Lehrst. Prof. H. Kollhoff, Architekturabt. ETH-Zürich
Leitung Sommerkurs „Tragbare Realitäten“, Höhere Schule für Gestaltung Zürich
Lehrauftrag für Plastisches Gestalten, F+F, Kunstschule Zürich
Jurierung Diplomarbeiten, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Studienjahr in New York
Lehrauftrag für Szenisches Gestalten, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Gastdozent für Szenographie , Saint Martins College of Art & Design London
Lehrauftrag Intermedia, Fachhochschule Vorarlberg, Dornbirn
Lehrauftrag für Innenarchitektur, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Lehrauftrag Gender Studies, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Vortrag: Contemporary concepts and methods in art and design education, Museum of Contemporary Art in Seoul
Lehrauftrag für Industrial Design, Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Kunst am Bau
Psychiatrische Klinik Königsfelden . Arch.: Liechti Graf Zumsteg, Brugg | 2006 |
Schulhaus Uetikon, Zürich . Architekten: Huggenberger GmbH, Zürich | 2005 |
Kinderspital Zürich . Architekt: Miroslav Sik, Zürich | 2005 |
Erweiterung Landesmuseum Vaduz.Arch: BrunhartBrunnerKranz, Balzers | 2003 |
Pfarrhaus Kirchgemeinde Egg . Architekt: Miroslav Sik, Zürich | 2002 |
Knie's Kinderzoo Rapperswil . Architekten: Müller & Truniger, Zürich | 2000 |
Kinderspital Zürich . Architekt: Miroslav Sik, Zürich | 2000 |
Kindergarten in München . Bauherr: Baureferat Hochbau, München | 1997 |
Musikerwohnhaus in Zürich . Bauherr: Stadt Zürich, Architekt: Miroslav Sik | 1996 |
Kindertagesstätte in Frankfurt . Arch.: Kollhoff und Timmermann, Berlin | 1994 |
Ausstellungen
PEEKABOO . mitart gallery Basel | 2011 |
friendly outgrowth . mitart gallery Basel | 2008 |
MU Art Foundation, Eindhoven | 2001 |
Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund | |
Kunsthalle Krems, Österreich | 2000 |
Viral Rooms, Davos | |
Museum für Gestaltung, Zürich | |
Swiss Institute, New York | 1999 |
Andy Jllien Galerie, Zürich | |
Hartmut Beck Galerie, Erlangen | 1997 |
Blau Galerie, Freiburg | |
Hartmut Beck Galerie, Erlangen | 1996 |
Brochier Galerie, München | |
Haus der Kunst, München | 1995 |
Offenes Kulturhaus, Linz | |
Shedhalle, Zürich | 1994 |
Museum für Gestaltung, Zürich | |
Brochier Galerie, München | |
Galerie BildRaum, Zürich | |
Steirischer Herbst, Graz | |
Kunsthaus, Langenthal | 1993 |
Museum für Gestaltung, Zürich | 1991 |
Kunsthalle, St. Gallen | 1990 |
Andy Jllien Galerie, Zürich | |
Kunstgewerbemuseum Berlin | 1989 |
Galerie Weinand, Berlin | 1988 |
Kunsthaus Zürich | 1987 |
Grand Palais, Paris | |
Kunsthaus Glarus | |
Galerie Zeus, Mailand | |
Städtische Galerie Strauhof, Zürich | |
Werke in Privatsammlungen in der Schweiz und in Deutschland, sowie: Sammlung Hauser & Wirth Zürich, Bank Julius Bär Zürich, Stadt Zürich
Rückblende zur Ausstellung 'Die Blasmenagerie - Vom Wesen und Werden des Schwimmtieres' in München.
Unter den Tieren gibt es solche, die schwimmen, und solche, die nicht schwimmen, und dann jene, die erst schwimmen, wenn man sie aufgepustet hat. (Viertens gibt es noch den Ochsenfrosch - der bläst sich selber auf.) Die Wesen der drittgenannten Kategorie liegen starr, platt und unscheinbar in den Regalen grosser und kleiner Kaufhäuser sowie den Auslagen der Strandkioske, bis der Mensch kommt und ihnen Leben einhaucht. Dann werden sie gross, und man kann sich, auf ihnen reitend oder in ihren dafür vorgesehenen Körperrundungen hängend, in die Wellen der grossen Meere schmeissen oder über die blassblauen Fluten des Ungererbades treiben lassen - schööön!
Aufblastiere sind, vom hygienischen Standpunkt aus betrachtet, sehr empfehlenswerte Lebensgenossen. Sie produzieren keinen Mist, beissen nicht, riechen bloss ein wenig nach Gummi, und Geräusche machen sie gar nicht; nur, wenn es mit ihnen zu Ende geht, hört man bisweilen ein gleichmässiges “Pfffft”, und selbst, wenn man eine Zigarette auf ihnen ausdrückt, werden sie nicht laut.
In Kreisen von Atlantiküberquerern wird den Aufblastieren gelegentlich ihre mangelnde Haltbarkeit zum Vorwurf gemacht: Meistens haben sie ja bald irgendwo ein Loch in den Körperwänden und fallen dann leise in sich zusammen - schon manchem, der auf dem Rücken eines Gummikrokodils von Afrika in die Karibik reisen wollte, wurde bereits am Strand ein Seeigel zum Verhängnis. (Verfasser hatte einmal den Plan gefasst, als erster Mensch mit einem schwarzen Aufpustegorilla das Mittelmeer auf der Strecke Marseille-Algier zu besegeln, doch ging während der Vorbereitungsphase die kleine Marie mit diesem Tier spazieren und kam einmal zu nah an einem Rosenstrauch vorbei. So konnte aus der Sache nichts werden.) Dem Schweizer Künstler Roland Fässer hat die Kurzfristigkeit der Aufblastier-Existenz keine Ruhe gelassen. Er pustete verschiedene von ihnen zu praller Fülle auf, um sie dann quasi zu mumifizieren. Wie wir erfuhren, umwickelte er die Tiere mit gipsgetränkten Stoffen, umgoss sie sodann mit einer holzartigen Masse (Bitte um Entschuldigung für diese laienhaften Ausführungen!) und glättete sodann die Oberfläche, bis man auf den ersten Blick das ursprüngliche Aufblastier vor sich zu haben glauben könnte - hätte nicht Fässer im Rahmen seines Arbeitsprozesses die Form des Tieres auch noch verfremdet. Den Begriff des “HausTieres” verstand er so, dass jedes der Tiere - ob Krokodil, ob Schwan - ein Haus oder mehrere Häuser entweder zu tragen hat oder aus seinem Körper gleichsam geschwulstartig heraustreten lässt oder, wie bei der Plastik “Hausvorstand”, selbst aus diesem Haus oder diesen Häusern sozusagen hervorquillt.
Darf man das? Immerhin stellt sich ja die Frage, was mit dem jeweiligen Aufblastier selbst unterdessen geschehen ist! Ist es überhaupt wirklich da drin? Sagt der Künstler die Wahrheit? Lebt Krokodil, Schwan, Fisch im Inneren der Fässerschen Objekte? Ist es noch voll Aufgepustet, trägt also das harte Äussere mit? Stemmt sich vielleicht sogar gegen sie, arbeitet an ihrer Sprengung von innen heraus? Dient die Schale ihm als Schutz gegen die Stecknadeln des Lebens, als Rüstung gleichsam? Oder ist das Tier selbst längst in sich zusammengefallen, gestorben, tot, so dass die hohle Kruste nur noch Erinnerung ist an ein längst abgelebtes Wesen? Sein Denkmal? Um es auf den Punkt zu bringen: Handelt es sich hier um die Verewigung eines lebendigen oder eines toten Wesens?
Erwähnenswert ist noch, dass der Galerist uns gesprächsweise darauf aufmerksam machte, gerade die glatte Oberfläche der Skulpturen sei sehr charakteristisch für unsere Zeit. Wir möchten hinzufügen: Auch wegen der Aufgeblasenheit der Tiere sowie eben der Dauerhaftmachung dieser Aufgeblasenheit erscheint uns diese Kunst so passend für diesen Sommer, ja, für die Neunziger Jahre überhaubt und besonders für unsere kleine, grosse Stadt München. Um noch einmal den Galeristen zu zitieren: “Ich find’s total relevant.” Das ist noch milde ausgedrückt.